Kaufberatung
Als erstes freue ich mich über jeden, der darüber nachdenkt, sich einen Spider zu kaufen, weil dieses Fahrzeug ein Kulturgut ist, daß unbedingt erhalten werden muss. Ebenfalls vertrete ich die Meinung, daß ein Spider nicht nur ein Fahrzeug ist, das von Menschen gefahren wird, die handwerkliches Geschick haben und alles selbermachen können. Denn gerade die vierte Serie des Spider ist in meinen Augen das richtige Fahrzeug für Alfisti, die nicht alles selber machen können, weil die Serie schon besser gegen Rost geschützt wurde. Desweiteren bietet die vierte Serie mit elektrischen Fensterhebern, Servolenkung, elektrischen Außenspiegeln, geregeltem 3- Wege-Katalysator, elektronischer Multipoint-Einspritzanlage und elektronisch-digitaler Zündung denen schon etwas mehr, die auf Komfort nicht ganz verzichten wollen.
Aber anderseits gibt es natürlich die, zu denen ich mich auch zähle: die auf die oben genannte Ausstattung sehr gut verzichten können, Hauptsache sie haben ihren Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und den legendären Doppelvergasern. Also wie wir sehen, müsste so eigentlich jeder seinen Spider finden. Aber natürlich spielt auch der Geldbeutel eine große Rolle.
Die
Ersatzteilversorgung ist bei allen vier Modellen sehr gut, Blechteile werden von
einigen schon als Repro ( Nachfertigungen ) angeboten. Alles was ich bis jetzt
gesucht habe, habe
ich auch bei irgendeinem Ersatzteilhändler gefunden. Allerdings sind die
Teile - so wie ich finde - nicht immer ganz billig, aber man investiert ja
gerne in seinen Spider, damit er vernünftig läuft und aussieht.
Beim
Technik-Check sollte man auf das Getriebe achten. Wenn es beim Schalten in den
zweiten Gang Problehme gibt, ist oft die Synchronisation verschlissen. Ein Auge
sollte man auch auf die Ansaugflansche der Vergaser werfen, wenn sie porös sind,
kann es zu Überhitzungsschäden kommen. Im Antriebsstrang sind die Hardyscheibe
und Kreuzgelenke zu prüfen. Der Motor und die Hinterachse sollten bei der
Probefahrt natürlich auch keine merkwürdigen Geräusche machen.
Beim
Karosserie-Check würde ich mir die Reserveradmulde, Radläufe, Außenschweller,
Bodenblech, Türunterkanten, Tragarmaufnahme der Vorderachse und das Heckblech
ansehen. Allerdings können die Schweller von außen gut aussehen und innen
verrostet sein. Ich würde den Spider mit dem serienmäßigen Wagenheber anheben
und wenn es keine merkwürdigen Geräusche gibt, es als gut befinden.
Dies
sind nur einige Tipps für euch, wenn ihr euch einen Spider kaufen wollt. Und
denkt immer dran wenn ihr einen gekauft habt: der Motor
muss warmgefahren werden, bevor ihr es richtig krachen lasst.